OOPS. Your Flash player is missing or outdated.Click here to update your player so you can see this content.

Social Bookmarking

Bookmark bei: Mr. Wong Bookmark bei: Webnews Bookmark bei: Icio Bookmark bei: Oneview Bookmark bei:  FAV!T Social Bookmarking Bookmark bei: Favoriten.de Bookmark bei: Power-Oldie Bookmark bei: Bookmarks.cc Bookmark bei: Yigg Bookmark bei: Linkarena Bookmark bei: Digg Bookmark bei: Del.icoi.us Bookmark bei: Reddit Bookmark bei: Simpy Bookmark bei: StumbleUpon Bookmark bei: Furl Bookmark bei: Blogmarks Bookmark bei: Technorati Bookmark bei: Spurl Bookmark bei: Google Information
You are here: Startseite arrow Neuigkeiten arrow CDU Wahlplakate einfach nur langweilig
CDU Wahlplakate einfach nur langweilig Drucken

Ein spannendes Interview mit der Kommunikationswissenschaftlerin Christina Holtz-Bacha über die aktuellen Wahlplakate zur Europawahl am 7. Juni 2009 findet sich auf Spiegel Online.

SPIEGEL: Wie finden Sie die Wahlplakate der SPD mit Sprüchen wie "Dumpinglöhne würden CDU wählen" oder "Finanzhaie würden FDP wählen" ?

Holtz-Bacha: Die humorige Angriffswerbung erzeugt Aufmerksamkeit. Man wundert sich, spricht vielleicht sogar drüber. Insofern ist die Kampagne sehr geschickt. Allerdings darf die Aufmerksamkeit nicht auf die Konkurrenz der SPD gezogen werden, wie es die FDP im Internet versucht hat mit dem Spruch "Pleitegeier würden SPD wählen". Darin liegt das Risiko.

SPIEGEL: Wird die CDU-Werbung Wähler mobilisieren?

Holtz-Bacha: Kaum zu glauben, die Plakate "Wir in Europa" erinnern an die Zeiten des Helmut Kohl und an Bundestagswahlen, bei denen die CDU ebenso einfallslos mit "Wir in Deutschland" warb. Das ist nur langweilig.

SPIEGEL: Auch die FDP recycelt offenbar ihre Kampagne. Zieht das?

Holtz-Bacha: Die Liberalen dachten schon vor fünf Jahren, sie hätten einen Knüller mit dem Gesicht ihrer Kandidatin Silvana Koch-Mehrin, die ja später mit ihrem Körper in den Schlagzeilen blieb. Schönheit allein genügt nicht, aber der FDP kommt entgegen, dass auf Wahlwerbung nicht viel Politik unterzubringen ist.

SPIEGEL: Verstehen Sie, was die Grünen mit ihrem "Wums" sagen wollen?

Holtz-Bacha: Früher hatten die Grünen ansprechendere Ideen. Sie bleiben sich insofern treu, als sie die Wähler zum Nachdenken auffordern. Allerdings darf auf einem Plakat kein Rätsel stehen. Denn es ist schon viel, wenn ein Plakat eine Sekunde Aufmerksamkeit erzeugt.

SPIEGEL: Parteien werben zusätzlich mit dem Konterfei ihrer Kandidaten, die entweder niemand kennt oder schon mal wie ein Kinderschreck aussehen. Was bringt das?

Holtz-Bacha: Die meisten Kandidatenplakate an Laternenmasten sind völlig ineffektiv. Im Falle furchteinflößender Fotos können sie sogar kontraproduktiv sein. Die Parteien sollten sich etwas Besseres einfallen lassen.

 

 

 
< zurück   weiter >