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Funktion von Wahlplakaten Drucken

Das Wahlplakat steht heutzutage natürlich im Kontrast zu anderen Wahlwerbemitteln, hat jedoch zu Weimarer Zeit wie auch heute verschiedene Funktionen zu erfüllen:

Aktivierungsmedium: Zuvorderst steht die Werbung für eine Wahl, das Verkünden eines Wahltermins und damit die Informationsleistung, dass eine Wahl herannaht.

Integrations- und Identifikationsfunktion: Wahlplakate bewerben einePartei, eine Person, ein Thema. Sie vermitteln wofür eine Partei steht unddienen als Motivationshilfe für Parteimitarbeiter undFunktionäre. Das kann auch soweit gehen, dass politische Mitbewerber oder Gegnereingeschücht oder demotiviert werden sollen. Ziel dieser Funktion ist es, die Wähler und Wählerinnen in ihrem Handelnbeeinflussen.

Verstärkungsmedium: Mit ihrem bildhaften Metaphern und ihren oft knappen Slogans dienen Wahlplakte in der Regel selten der Informationsvermittlung. Vielmehr steht die Meinungsbildung bzw.-verstärkung im Vordergrund der projezierten politischen Botschaften. Außerdem sorgen sie für einen Imageaufbau und -transfer.

Wahlplakate nutzen den öffentlichen Raum als Kontakt- und Meinungsmultiplikator und sind vor allem durch ihre dauerhafte Platzierung in diesem Raum ein besonderer Meinungs- und Imageverstärker. Wahlplakate gelten also ob ihrer Effizienzin der politischen Positionierung, Beeinflussung als wesentliches Instrument zur politischen Realitätskonstruktion. Dem kommt entgegen, dass Bilder- psychologisch gesehen - deutlich glaubwürdiger als Worte Emotionen transportieren, was eine Emotionalisierung des Wahlkampfes erst möglich macht.

 
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