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Deutsche Staatspartei (DStP)
1930 vereinigte sich die DDP mit der Volksnationalen Reichsvereinigung („Jungdeutscher Orden“) zunächst für die Reichstagswahl zur Deutschen Staatspartei. Im Vorfeld war dieser Schritt mit heftigen innerparteilichen Konflikten einher gegangen war. Nach dieser Fusion traten viele Mitglieder des linken Flügels aus der Partei aus, und gründete noch 1930 die weitgehend politisch erfolglose Radikaldemokratische Partei. Der Jungdeutsche Orden löste sich jedoch direkt nach der Reichstagswahl wieder von der DDP, die sich trotzdem im November 1930 auch formell in Deutsche Staatspartei umbenannte.

Bis 1932 war die DStP an der Mehrzahl der Reichsregierungen beteiligt, erreichte aber bei den Wahlen dieses Jahres nur noch etwa ein Prozent und sank zur Bedeutungslosigkeit herab. Ihre fünf Sitze im Reichstag aufgrund der Wahlen vom 5. März 1933 erhielt die DStP aufgrund einer Listenverbindung mit der SPD. Die fünf Abgeordneten der Partei stimmten für das Ermächtigungsgesetz.

Die Mandate der Reichstagsabgeordneten der DStP erloschen im Juli 1933 aufgrund der Vorschrift des § 1 der Verordnung zur Sicherung der Staatsführung vom 7. Juli 1933, weil sie mittels Wahlvorschlägen der Sozialdemokratischen Partei errungen worden waren. Die von den Nationalsozialisten erzwungene freiwillige Auflösung der DStP erfolgte am 28. Juni 1933.

Wahlplakate der Deutschen Staatspartei 1930-31
Wahlplakate der Deutschen Staatspartei 1932-33