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Deutschvölkische Freiheitspartei (DVFP)

Die Deutschvölkische Freiheitspartei (DVFP) war eine radikal völkische und antisemitische Partei, der sich als radikaler Ableger der DNVP am 16. Dezember 1922 gründete. Sie diente als Sammelbecken extrem völkischer Kreise.

Die Partei lehnte die Weimarer Republik ab und propagierte mit einem radikal rassistischen, antikommunistischen und antisemitischen Programm eine völkische Diktatur. Sie hatte ihren organisatorischen Schwerpunkt in Norddeutschland, kooperierte zeitweise mit der in Süddeutschland agierenden NSDAP und beteiligte sich am Hitler-Putsch.

Nach dem Verbot von DVFP und NSDAP am 23. November 1923 benannte sich die DVFP in Nationalsozialistische Freiheitsbewegung (NSFB) um. Beide Parteien richteten eine Listenverbindung (Nationalsozialistische Freiheitspartei) ein, die bei der Reichstagswahl Mai 1924 32 Mandate im Reichstag erhielt und Fraktionsstärke erreichte.

Adolf Hitler löste nach seiner Entlassung aus der Festungshaft in Landsberg am Lech die Verbindung der Parteien. Im nun beginnenden Konkurrenzkampf war die Deutschvölkische Freiheitspartei /Nationalsozialistische Freiheitsbewegung bald unterlegen und versank spätestens ab 1928 in der Bedeutungslosigkeit. Viele Mitglieder gingen zur NSDAP über und bildeten in Norddeutschland häufig die Keimzelle der regionalen NSDAP-Verbände.

Wahlplakate der Deutschvölkischen Freiheitspartei 1924