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Parteien 1919-33
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Parteien 1919-33
SPD |
Die Sozialdemokraten waren an der Gründung der Weimarer Republik wesentlich beteiligt und stellten mit Friedrich Ebert den ersten Reichspräsidenten. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) bildete zusammen mit der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) den Rat der Volksbeauftragten und führte die erste Reichsregierung der Weimarer Republik bis 1920 an. Die SPD war bis 1920 in allen Reichsregierungen (Friedrich Ebert, Philipp Scheidemann, Gustav Bauer, Hermann Müller) vertreten. Danach erfolgte infolge der Wiedervereinigung mit der Rest-USPD 1922 ein Linksruck. Im Anschluss beteiligte sich die SPD nur noch an wenigen Reichsregierungen, zuletzt 1928 bis 1930 unter Reichskanzler Hermann Müller. In Preußen dagegen stellte sie mit Otto Braun von 1920 bis 1932 fast durchgehend den Ministerpräsidenten. Die SPD versuchte als „konstruktive Opposition“ ihren Einfluss auf die Reichspolitik zu wahren, da sie fürchtete, durch häufige Regierungsbeteiligungen noch mehr enttäuschte Arbeiter-Wähler an die KPD zu verlieren. Ihre soziale Basis während der Weimarer Republik stellten vor allem die gewerkschaftlich organisierten Facharbeiter dar. Durch den Preußenschlag ihrer letzten Bastion beraubt, konnten ihre Nein-Stimmen bei der Abstimmung über das Ermächtigungsgesetz 1933 nur symbolischen Widerstand darstellen, aber immerhin die Ehre der demokratischen Parteien wahren, nach dem alle anderen bürgerlichen Parteien diesem Gesetz zustimmten. Nachdem die Einrichtungen der Partei bereits beschlagnahmt waren und ein großer Teil des Parteivorstandes emigriert war, stimmte am 17. Mai 1933 eine Rumpfgruppe der SPD-Reichstagsfraktion unter dem Eindruck von Morddrohungen für die außenpolitische Erklärung Hitlers. Am 21. Juni wurde der SPD ein Betätigungsverbot ausgesprochen, am 14. Juli wurde die Partei verboten, woraufhin sich alle anderen Parteien mit Ausnahme der NSDAP selbst auflösten. |
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