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Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD)

In der Novemberrevolution von 1918 spielte die USPD eine wichtige Rolle. Ihre Führer verabredeten mit Ebert eine gemeinsame Regierungsbildung und es wurde ein sechsköpfiger Rat der Volksbeauftragten gewählt, in den SPD und USPD je drei Vertreter entsandten. Nachdem Ebert die USPD-Vertreter mehrfach übergangen und eindeutig gegen die Revolution gerichtete Militäraktionen initiiert hatte, traten sie bereits am 29. Dezember 1918 wieder aus der Übergangsregierung aus.

Im folgenden Januaraufstand (5. bis 12. Januar 1919) gewann die USPD kurzfristig eine Massenbasis durch die Eigenaktivität der Berliner Arbeiterschaft. Diese besetzten das Berliner Zeitungsviertel und riefen den Generalstreik aus, dem etwa 500.000 Menschen folgten.

Am 9. Januar setzte Ebert nach Abbruch ergebnisloser Verhandlungen zunächst reguläres kaiserliches Militär in Marsch. Bei den folgenden Häuserkämpfen erlitten die Besetzer schwere Verluste und gaben auf. Hunderte wurden dennoch an Ort und Stelle erschossen. Am 12. Januar zogen schließlich zusätzlich die schwer bewaffneten Freikorps in die Stadt ein, die seit Anfang Dezember aufgestellt worden waren. Im Gefolge von Mordaufrufen und ausgesetzten Belohnungen wurden führende Mitglieder sowohl der Spartakisten als auch der USPD ermordet: darunter Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht, Leo Jogiches und Kurt Eisner.

Bei der folgenden Wahl zur Deutschen Nationalversammlung erreichte die USPD nur 7,6 % der Stimmen. Die SPD bevorzugte bei der Regierungsbildung eine Koalition mit den bürgerlich-demokratischen Parteien des Zentrums und der DDP und begründete somit die Weimarer Koalition.

1920 gelang es, den Putschversuch des ostpreußischen Generallandschaftsdirektors Wolfgang Kapp und des Generals Walther von Lüttwitz abzuwehren, entscheidend hierfür waren ein neuerlicher Generalstreik der Gewerkschaften und die Gehorsamsverweigerung der Beamtenschaft. Bei der folgenden Reichstagswahl im Juni 1920 erreichte die USPD 17,9 % der Stimmen, während die SPD auf 21,3 % fiel.

Damit schienen sich der USPD neue parlamentarische Einflussmöglichkeiten zu eröffnen. Doch gelang es der SPD erneut, Sozialisierungsbestrebungen in den Hochburgen der Linken zu vereiteln. Daraufhin beschloss eine USPD-Mehrheit, sich der unter Lenin gegründeten Kommunistischen Internationale anzuschließen. An dieser Frage spaltete sich die USPD auf ihrem Parteitag am 12. Oktober 1920. Ihre Mitgliedschaft erwies sich als zu heterogen.

Eine Parteitagsmehrheit entschied sich für die Vereinigung mit der KPD. Zwei Jahre später schloss sich die Rest-Partei im Oktober 1922 wieder der SPD an, da es zwischen KPD und SPD kaum Raum für eine linkssozialistische Partei gab. 

Wahlplakate der USPD 1920