OOPS. Your Flash player is missing or outdated.Click here to update your player so you can see this content.

Social Bookmarking

Bookmark bei: Mr. Wong Bookmark bei: Webnews Bookmark bei: Icio Bookmark bei: Oneview Bookmark bei:  FAV!T Social Bookmarking Bookmark bei: Favoriten.de Bookmark bei: Power-Oldie Bookmark bei: Bookmarks.cc Bookmark bei: Yigg Bookmark bei: Linkarena Bookmark bei: Digg Bookmark bei: Del.icoi.us Bookmark bei: Reddit Bookmark bei: Simpy Bookmark bei: StumbleUpon Bookmark bei: Furl Bookmark bei: Blogmarks Bookmark bei: Technorati Bookmark bei: Spurl Bookmark bei: Google Information
You are here: Startseite arrow Wahlen in Weimar arrow Reichspräsidentenwahl 1932
Reichspräsidentenwahl 1932

1932-rpw-Wahlschein.jpg Für die NSDAP trat erstmals für eine Reichspräsidentenwahl Adolf Hitler an. Um bei der Wahl antreten zu können war es notwendig, dass der seit 1925 staatenlose Hitler die deutsche Staatsbürgerschaft erhielt. Erst Ende Februar 1932, aber noch rechtzeitig für die Reichspräsidentenwahl erhielt Hitler diese, indem er im Lande Braunschweig zum Schein zum Staatsbeamten, nämlich zum Gesandten Braunschweigs bei der Landesvertretung in Berlin, ernannt wurde.

Um die Wahl Hitlers zum Reichspräsidenten zu verhindern, sahen sich 1932 alle demokratischen Parteien, selbst die SPD, gezwungen sich hinter den amtierenden Reichspräsidenten Paul von Hindenburg zu stellen, obwohl dieser eigentlich mehr dem Kaiserreich als der Republik nahe stand. Hindenburg verpasste im ersten Wahlgang knapp die erforderliche absolute Mehrheit, konnte sich aber im zweiten Wahlgang recht deutlich gegen seine Konkurrenten von der NSDAP und der KPD durchsetzen, sodass er in seinem Amt bestätigt wurde.

Für die Kommunistische Partei trat Ernst Thälmann an. Obwohl die SPD mit keinem eigenen Kandidaten antrat, gelang es Thälmann nicht die Stimmen der Arbeiter auf sich zu vereinigen. Allerdings bekam er im ersten Wahlgang doch genügend Stimmen, um zu verhindern, dass Hindenburg gleich im ersten Wahlgang wiedergewählt wurde. Im zweiten Wahlgang kam es dann jedoch zu Verlusten bei Thälmann und Hinzugewinnen bei Hindenburg, sodass dieser doch noch die absolute Mehrheit erreichen konnte, wobei im zweiten Wahlgang nur noch die relative Mehrheit der Stimmen benötigt wurde, um gewählt zu werden.

Für den Stahlhelm, der als bewaffneter Arm der Deutschnationalen Volkspartei galt, trat dessen Spitzenfunktionär Theodor Duesterberg an. Noch ein paar Monate vor der Wahl bildete der Stahlhelm, die DNVP und die NSDAP gemeinsam ein Bündnis, die sogenannte Harzburger Front. Dieses Bündnis zerbrach jedoch, sodass der Stahlhelm und die NSDAP mit unterschiedlichen Kandidaten zur Reichstagswahl antraten. Während des Wahlkampfes wurde daraufhin Duesterberg von der NSDAP als "Vierteljude" diskreditiert. Nachdem Duesterberg im ersten Wahlgang abgeschlagen bei 6,8% landete, zog er seine Kandidatur für den zweiten Wahlgang zurück. Seine Stimmen gingen im zweiten Wahlgang überwiegend auf Adolf Hitler über.

Ansonsten traten zur Wahl noch Gustav A. Winter für die Inflationsgeschädigten und weitere zersplitterte Kandidaten an.

Der 1. Wahlgang fand am 13. März 1932 statt. Die Wahlbeteiligung lag bei 86,2%. Im zweiten Wahlgang traten noch drei Kandidaten an. Gustav A. Winter und Theodor Duesterberg zogen ihre Kandidatur zurück. Um zu gewinnen, war im zweiten Wahlgang die relative Mehrheit der abgegebenen Stimmen nötig. Diese erreichte Paul von Hindenburg. Der zweite Wahlgang fand am 10. April 1932 statt. Die Wahlbeteiligung lag bei 83,5%.

Kandidat (Partei)
1. Wahlgang
2. Wahlgang
Paul von Hindenburg (Weimarer Koalition) 18.651.497 49,6% 19.359.983 53,1%
Adolf Hitler (NSDAP) 11.339.446 30,2% 13.418.517 36,7%
Ernst Thälmann (KPD) 4.983.341 13,2% 3.706.759 10,1%
Theodor Duesterberg (Stahlhelm) 2.557.729 6,8% - -
Andere 116.304 0,3% 5.472 0,0%

 

Wahlplakate zur Reichspräsidentenwahl 1932