Wahlen in Weimar
Wahlen zum Reichstag 1924 (Mai) |
Bei den Landtagswahlen in Bayern erleidet die regierende Mitte-Rechts-Koalition aus Bayerischer Volkspartei (BVP) und Deutschnationaler Volkspartei (DNVP) im April 1924 eine deutliche Niederlage. Der rechtsradikale Völkische Block als Nachfolgeorganisation der verbotenen Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) erzielt mit 17,1 Prozent der Stimmen einen sensationellen Erfolg. In den Ergebnissen der Reichstagswahl vom 4. Mai 1924 schlugen sich die politischen und wirtschaftlichen Erschütterungen des Jahres 1923 nieder. Alle in den zurückliegenden Jahren an der Regierung beteiligten Parteien verloren Stimmen. Die bürgerlichen Parteien der Mitte - Deutsche Volkspartei (DVP), Zentrum, Deutsche Demokratische Partei (DDP) - und die SPD müssen schwere Verluste hinnehmen. Die Sozialdemokraten werden immerhin erneut stärkste Fraktion. Als Sieger dieser Wahl gingen die Parteien der extremen Rechten und Linken hervor: DNVP und Landbund erhielten gemeinsam 21,5%, die KPD kam auf 12,6% der Wählerstimmen. Da die bisherige Regierung aus DDP, DVP und Zentrum nur noch über 30 Prozent der Mandate verfügt, nimmt sie Koalitionsverhandlungen mit der DNVP auf. Letztendlich kommt es aber wegen des Dawes-Planes und den Verhandlungen über weitere Reperationszahlungen zu keiner großen Mitte-Rechts-Koalition. Und Reichskanzler Marx bittet den Reichspräsidenten Friedrich Ebert um die Auflösung des Parlaments.
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