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Wahlplakate aus dem Jahr 1918 Drucken

Im letzten Jahr des 1. Weltkrieges fand eine gesellschaftlich-politische Umwälzung statt, die man nicht nur auf die Novemberrevolution und die Soldaten- und Arbeiterräte reduzieren kann. Der Wandel hin zu einer Demokratie jenseits von Kaiser und Autokratie darf - auch wenn sie historisch gesehen erst spät gelang - nicht unterschätzt werden.

Am 29. Oktober 1918 verweigerten Matrosen der Hochseeflotte in Kiel und Wilhelmshaven den Gehorsam, um ihr Leben bei einem letzten "ehrenvollen" Gefecht gegen britische Verbände nicht aufs Spiel zu setzen. Wie ein Flächenbrand weitete sich der Matrosenaufstand innerhalb weniger Tage über Deutschland aus. Bis zum 10. November bildeten sich praktisch in allen größeren deutschen Städten ohne nennenswerten Widerstand revolutionäre Arbeiter- und Soldatenräte, welche die städtische Verwaltung übernahmen. Zunehmend verlagerte sich dabei die Initiative zur Revolte von den Soldaten und Matrosen auf die Arbeiterschaft. Nunmehr stellten die Aufständischen über das Militärische hinausgehend politische Forderungen. Der Ruf nach Abdankung des Kaisers und nach Umwandlung des Deutschen Reichs in eine demokratische Republik wurde lauter.

Am Morgen des 9. November erreichte die Revolution die Reichshauptstadt. Der Kaiser Wilhelm II. dankte ab und Phillipp Scheidemann (SPD) ruft die erste Republik auf deutschem Boden aus. Er kommt dabei dem wenige Wochen zuvor aus dem Gefägnis entlassenen Karl Liebknecht (KPD) zuvor, der vom Berliner Stadschloss die "freie sozialistische Republik" ausruft.

Im Zuge dieser Novemberrevolution 1918 war sowohl von Seiten des eigenmächtig die Abdankung von Kaiser Wilhelm II. verkündenden Reichskanzlers Prinz Max von Baden als auch aus den Reihen der Sozialdemokraten die Forderung nach möglichst rascher Einrichtung einer Nationalversammlung, die über die zukünftige Staatsform des Deutschen Reiches entscheiden sollte, erhoben worden. Der Rat der Volksbeauftragten, die provisorische Regierung, beschloss dies am 30. November 1918.

Hier zwei Plakate, die vor zuviel Revolution warnen sollen:

 
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