1931 | Wahlplakate aus dem Jahr 1931 |
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Zum 15. Januar 1931 kündigte der Zechenverband knapp dreihunderttausend Arbeitern, die zu niedrigeren Löhnen wieder eingestellt werden sollten. Die Gewerkschaften bereiteten sich schon auf gewaltsame Auseinandersetzungen vor, doch die Regierung setzte per Notverordnung eine Schlichtungskommission ein, die eine Kürzung der Löhne um sechs Prozent und eine Rücknahme der Massenkündigung vorschlug. Dennoch kam es zu Streiks und Aussperrungen. In den folgenden Monaten wurden die Löhne durch Notverordnungen weiter gekürzt, was die Not der Bevölkerung vor allem im Ruhrgebiet weiter steigen ließ. Das Vertrauen in die Demokratie und die Republik sinkt weiter und die Republik wird für die schlechte Wirtschaftslage verantwortlich gemacht, zumal die Reichsregierung im Verlauf der letzten Monate mehrfach neue Steuern erhob, um die Staatsaufgaben erfüllen zu können. Die Rufe nach einem „Starken Mann“, der das Deutsche Reich wieder zu alter Größe und Ansehen bringen sollte, werden lauter. Auf diese Forderungen gehen besonders die Nationalsozialisten mittels gezielter Propaganda ein, und der Suggestion die Person Hitler könne eine solche Stärke erreichen. Sie verstanden es, die Massen durch Großveranstaltungen für sich zu gewinnen und nutzten modernste Wahlkampfmittel, z. B. die konsequente Emotionalisierung. Neben dem rechten Flügel erstarkt auch der linke. Während die Sozialdemokraten kaum Stimmen verloren, erging es den Liberalen dramatisch schlimmer, die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) konnte sogar Stimmen gewinnen und wurde zu einer bedeutenden Macht im Parlament und auf der Straße. Denn längst hatte sich der Kampf, ausgehend von den Kampforganisationen der NSDAP (SA) und der KPD (Roter Frontkämpferbund) auf die Straße verlagert, wo sich teilweise bürgerkriegsähnliche Szenen abspielten. Daran hatten selbst die republikanisch gesinnten Kräfte mit einem eigenen Kampfverband, der sozialdemokratisch dominierten Eiserne Front (auch Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold) Anteil. Um eine weitere Stärkung der radikalen Flügelparteien zu verhindern, tolerierte die SPD im Reichstag weitgehend die auf Kürzung der Sozialausgaben basierende Spar- und Deflationspolitik Brünings, welche aber die wirtschaftliche Krise kurzfristig noch verschärfte. Wahlplakate der Deutsch Staatspartei (DStP): Wahlplakate der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD): Wahlplakate der Nationalsozialistischen Partei (NSDAP): |
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